Za Zen Meditation
 

Einführung

Za Zen ist die zentrale Übung im Zen-Buddhismus.

Sie ist eine Sitz - Meditation im stillen Rückzug. Die Besonderheit ist die Durchführung mit geöffneten Augen. Sie kann den Geist zur Ruhe bringen und mystische Erfahrung (Satori) ermöglichen.

„Za Zen bedeutet, genau an der Quelle zu sitzen, ohne sich irgendwohin zu bewegen. Eine unglaubliche Kraft entsteht daraus: die Verwandlung der Energie in Licht und Liebe, in ein wunderbares Leben, in Mitgefühl, in Kreativität. Die Kraft kann viele Formen annehmen, aber zuerst musst du lernen, wie du aus dem Kopf zur Quelle kommen kannst. Denn die Quelle wird entscheiden, was dein Potenzial ist. Du kannst dich in die Quelle entspannen und sie wird dich zu deinem eigentlichen Potenzial bringen.“

„Za Zen ist die Herangehensweise des Zen. Genau genommen bedeutet es, einfach nur zu sitzen. Wo zu sitzen? Genau an der Quelle. Wenn du ab und zu dort in dir bist, dann kannst du alle mentalen Aktivitäten ohne Störung bewältigen. Du kannst auch mit den Herzensangelegenheiten ohne Schwierigkeiten zurecht kommen. Und trotzdem, wann immer du Zeit hast, brauchst du nicht unnötigerweise zu denken und brauchst nicht unnötigerweise zu fühlen, du kannst einfach sein.“

Osho

Anleitung

1. Freie Aufmerksamkeit
Za Zen Meditation ist eine Meditation ohne bestimmten Focus. Wir nehmen mit unserer Aufmerksamkeit wahr was in unser Bewusstsein kommt und geht. Wir praktizieren also freie Aufmerksamkeit, die an nichts festhält und nur das Kommen und Gehen der verschiedenen Inhalte, die jeweils in unser Bewusstsein kommen beobachtet.

2. Die Augen sind geöffnet
Die Entfernung zur Wand beträgt etwa deinen Arm ausgestreckt, kann aber auch 1-2 Meter sein.
Deine Augen sind entspannt geöffnet, die Augenlieder können leicht gesenkt sein.
Du schaust unfocussiert zu einer weißen Wand ( ohne am Detail
hängen zu bleiben, z.B. Riss)

Du schaust also nicht AN die Wand sondern ZUR Wand .d.h. in´s Leere.

3. Der Atem bewegt sich entspannt und natürlich
Wir lassen den Atem frei, er kann kommen und gehen, wie er natürlich sich bewegt

3. Sitzhaltung
Die Sitzhaltung ist wie in der Vipassana Meditation also aufrecht, mit geradem, entspanntem Rücken. Man kann im Schneidersitz, Lotus- oder halbem Lotussitz oder auch auf einem Stuhl sitzen. Man sitzt entspannt, aufrecht und würdevoll.

Die Hände legt man entweder, die Handflächen nach oben, ineinander in den Schoß. Wenn es sich angenehm anfühlt lässt man die Daumenspitzen sich leicht berühren. Oder man legt die Hände einfach auf die Oberschenkel, mit den Handflächen nach unten.