Vipassana Meditation
 

Einführung

Die Vipassana Meditation ist eine Form der stillen Meditation, die es schon zu Buddha´s Zeiten gab. Die Einfachheit der Meditation und die tiefe Wirkung, hat diese Meditation auch heute im Westen zu einer weitverbreiteten, überkonfessionellen und sehr beliebten Meditationsform werden lassen. Gerade, wenn man mit dem Meditieren beginnen möchte, ist sie sehr geeignet.

Durchführung

Die Sitzhaltung ist aufrecht, mit geradem, entspanntem Rücken.

Man kann im Schneidersitz, Lotus- oder halbem Lotussitz oder auch auf einem Stuhl sitzen.

Man sitzt entspannt, aufrecht und würdevoll. Die Hände legt man entweder, die Handflächen nach oben, ineinander in den Schoß.

Wenn es sich angenehm anfühlt lässt man die Daumenspitzen sich leicht berühren. Oder man legt die Hände einfach auf die Oberschenkel, mit den Handflächen nach unten.

Die Augen sind geschlossen, Kopfhaltung so, dass der Blick auf einen imaginären Horizont gerichtet ist. Kopf nie höher, eher etwas tiefer (entspannter Nacken!)

Der Atem

Wir geben unserem Atem die Aufmerksamkeit, indem wir die Atembewegung im Bauch spüren. Wir können spüren, wie der Atem in den Bauch ein und ausströmt.

(andere Variationen sind die Beobachtung des Atems beim Eintritt in die Nase oder das Begleiten des Atems beim Ein- und Ausströmen. Der Bauch hat den Vorteil, dass dort auch unsere Mitte ist).

Der Atem ist der Focus unserer Meditation.

D.h. wenn wir abgelenkt sind durch innere Erfahrungen (z.B. Gedanken, Gefühle, Körperempfindungen) oder äußere Geräusche (z.B. von der Straße oder im Haus), bemerken wir es und kehren einfach gelassen zum Atem zurück.

Wir lassen also alles, was immer im Bewusstsein auftaucht, einfach kommen und gehen, ohne es zu bewerten oder daran festzuhalten (anhaften).

Die Meditationszeit

Wir können am Anfang mit zehn Minuten beginnen. Später können wir dann 20, 30 oder 40 Minuten sitzen..

Die Atemzüge zählen

Zur Stabilisierung der Aufmerksamkeit ist es gut, besonders am Anfang, die Atemzüge zu zählen. Wir von 1 bis 10, dann beginnen wir wieder bei 1. Wenn wir abschweifen kehren wir immer wieder zurück zu 1.

Am Anfang und auch oft später ist das Zählen sehr hilfreich. Erst mit zunehmender Praxis können wir in der Regel die Aufmerksamkeit ohne das Zählen aufrechterhalten. Wenn wir die Aufmerksamkeit ohne Zählen gut erhalten können lassen wir das Zählen los.

Wenn wir zählen, ist es sehr wichtig, die Haupt-Aufmerksamkeit im wesentlichen immer bei der Atembewegung zu haben, beim SPÜREN des Atems und das Zählen nebenher laufen zu lassen.

Das Zurückkommen

Wir beenden die Meditation indem wir noch einen Moment sitzen bleiben und die Erfahrung nachklingen lassen