Being-Meditation
 

Einführung

Die Being – Meditation oder Non –Doing-Meditation ist von A.H. Almaas.
Sie ist verwandt mit der ZA ZEN Meditation der „Freien Aufmerksamkeit“, wird aber mit geschlossenen Augen durchgeführt.

Sie ist eine anspruchsvolle Meditation und in der Regel beginnt man mit ihr erst, nach dem man einige Zeit Vipassana geübt hat. In der Vipassana hat man noch einen Focus der Aufmerksamkeit, den Atem, zu dem man immer wieder zurückkehren kann, wenn man abschweift. Hier jedoch gibt es keinen spezifischen Focus mehr. Oder, wenn man so will, ist der Focus der innere Beobachter, der Zeuge, der einfach wahrnimmt, was im Bewusstsein kommt und geht.
Der Beobachter ist aber nicht ein Teil des Verstandes, sondern dahinter.

Anleitung

Die Sitzhaltung ist wie in der Vipassana Meditation also aufrecht, mit geradem, entspanntem Rücken.

Man kann im Schneidersitz, Lotus- oder halbem Lotussitz oder auch auf einem Stuhl sitzen. Man sitzt entspannt, aufrecht und würdevoll.

Die Hände legt man entweder, die Handflächen nach oben, ineinander in den Schoß. Wenn es sich angenehm anfühlt lässt man die Daumenspitzen sich leicht berühren. Oder man legt die Hände einfach auf die Oberschenkel, mit den Handflächen nach unten.

Wir richten unsere Aufmerksamkeit auf die Inhalte, die in unserem Bewusstsein auftauchen und wieder verschwinden, wenn wir nicht daran haften bleiben, z.B. Gedanken, Bilder, Körperempfindungen, Gefühle, Geräusche von außen etc.
Das nennen wir die „freie Aufmerksamkeit“.

„Nimm alles was in dir geschieht wahr und beobachte es“
Der innere Beobachter/Wächter/Zeuge hat und behält Abstand zu allen Bewusstseinsinhalten und hält an nichts fest.
So kann es geschehen, dass plötzlich kein Inhalt mehr da ist, nur Weite, Stille, Leere – ein wunderbarer Bewusstseinszustand!